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Depressionen: Aus medizinischer Sicht

Depressionen sind eine Krankheit! Sie verlaufen anders als das gelegentliche «Nicht-gut-drauf-Sein». Depressive Menschen fühlen sich fast immer niedergeschlagen, sie sind traurig und hoffnungslos. Weil ihnen die natürliche Antriebskraft fehlt, können sie die geforderte Leistung nicht mehr erbringen.

Die Aufforderung «Reiss dich doch etwas zusammen» nützt da überhaupt nichts: Gerade das «Sich-nicht-zusammenreissen-Können» ist nämlich ein typisches Symptom für die Krankheit.

Symptome einer Depression

Die meisten depressiven Menschen klagen oft über körperliche Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen, grosse Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder Erschöpfung, Herzjagen. In einigen Fällen werden Depressionen von einer Panikstörung begleitet oder eingeleitet. Depressive Patienten sehen manchmal nur noch im Suizid die Erlösung aus ihrer Situation.

Man sagt auch, Depression ist die Krankheit der grossen «Losigkeit»: Freudlos, Kraftlos, Schlaflos, Hilflos, Antriebslos, Appetitlos, usw.

Verlauf von Depressionen

Depressionen verlaufen oft nicht chronisch, sondern in Schüben. Ist ein Schub überstanden, sind die Betroffenen psychisch wieder stabil und am Arbeitsplatz voll leistungsfähig. Viele können zudem lernen, einen sich anbahnenden Schub zu erkennen und ihn mit geeigneten Medikamenten und Massnahmen abzuwenden. Die Dauer eines Schubes und die Pausen dazwischen sind von Mensch zu Mensch verschieden, also unregelmässig und unvorhersehbar.

Chronische Depressionen können mehrere Jahre, in seltenen Fällen ein ganzes Leben lang andauern.

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Erzeugt Freitag, 2. März 2012
von wabis
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Geändert Freitag, 2. März 2012
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