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Depressionen: Behandlung

Depressionen können heute meist mit gutem Erfolg behandelt werden. Im Zentrum jeder Therapie stehen die Strategien der modernen Psychiatrie. Vereinfacht heisst dies: Medikamente und Psychotherapie. Vielen Depressiven gelingt es erst mit Hilfe von Medikamenten, wieder aus dem «schwarzen Loch» herauszufinden und dann mit Hilfe einer Therapie sich wieder aufzufangen.

In den letzten Jahren war immer wieder von neuen Wunderpillen gegen Depressionen zu hören: den sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI), die spezifisch auf Serotonin, eine Überträgersubstanz im Hirn, wirken. Diese Medikamente lösen im Vergleich zu älteren Antidepressiva weniger Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Mundtrockenheit aus. Doch Wunder können auch sie nicht bewirken.

Die Wirkung eines Antidepressivums stellt sich erst nach einigen Wochen ein! Man sollte das Medikament also nicht zu früh absetzen, wenn es nicht hilft. Wenn es dem Patienten wieder gut geht und Hoffnung besteht, dass die Depression geheilt ist, muss das Medikament noch mindestens sechs Monate lang eingenommen werden und kann dann über Wochen langsam reduziert und abgesetzt werden. Viele Patienten mit wiederkehrenden Depressionen nehmen Medikamente auch prophylaktisch in den 'guten Zeiten' ein, um die depressiven Phasen zu mildern oder ganz zu verhindern.

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Erzeugt Freitag, 2. März 2012
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Geändert Freitag, 2. März 2012
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