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Anfluggeschwindigkeit

Als optimale Anfluggeschwindigkeit gilt bei Motorflugzeugen die Überziehgeschwindigkeit mal Faktor 1,3. Diese Geschwindigkeit nennt man Referenzgeschwindigkeit (VREF). Dazu addiert wird die halbe Windgeschwindigkeit und eventuelle Windböen. Die Geschwindigkeit darf aber nicht höher sein, als die maximale Geschwindigkeit für ausgefahrene Landeklappen (VFE - Flaps Extended) und ausgefahrenes Fahrwerk (VLE - Landing Gear Extended). Diese Geschwindigkeit nennt man Zielgeschwindigkeit (VTRG - Target Speed).

VREF = Referenzgeschwindigkeit = 1,3 * Überziehgeschwindigkeit

VTRG = Zielgeschwindigkeit = VREF + Headwind/2 + Böen

Beispiel A320-200

  • Landing Weight = 130 000 lb
  • Vref = 129 kt
  • Surface Winds = 10 kt
  • gusting to 15 kt

Vapp = 129 + (10/5) + (15−10)
Vapp = 129 + 5 + 5 = 139 kt

Landing Weight Vref Flaps
110 000 lb 49,9 t 117 kt FULL
115 000 lb 52,2 t 120 kt FULL
120 000 lb 54,4 t 123 kt FULL
125 000 lb 56,7 t 126 kt FULL
130 000 lb 59,0 t 129 kt FULL
135 000 lb 61,2 t 132 kt FULL
140 000 lb 63,5 t 134 kt FULL

Grenzen

VTRG <= VFE = Max. Geschwindigkeit mit ausgefahrenen Landeklappen
VTRG <= VLE = Max. Geschwindigkeit mit ausgefahrenem Fahrwerk

In der Verkehrsluftfahrt werden diese Geschwindigkeiten vor jedem Landeanflug in der sogenannten Anflugbesprechung (approach briefing) festgelegt, da die Überziehgeschwindigkeit gewichtsabhängig ist und immer aktuell bestimmt werden muss. Bei Kleinflugzeugen begnügt man sich mit einer stets gleichen Referenzgeschwindigkeit. Bei Segelflugzeugen ist die Landegeschwindigkeit die Geschwindigkeit des besten Gleitens (VY) plus 10% (bei Gegenwind oder Turbulenzen plus 20 %). Da bei Segelflugzeugen kein Durchstarten möglich ist, dient die erhöhte Geschwindigkeit als Sicherheitsreserve.

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Erzeugt Donnerstag, 19. Juli 2007
von wabis
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Geändert Samstag, 10. September 2016
von wabis