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Privatpilotenlizenz (Deutschland)

Fluglizenz : Privatpilotenlizenz | Berufspilotenlizenz | Verkehrspilotenlizenz : (D) | (USA)

Die Privatpilotenlizenz (PPL, Private Pilot Licence) ist der Privatpilotenschein.

In Deutschland gibt es verschiedene PPL:

  • Die nur in Deutschland gültige PPL-N (N für national) berechtigt zum Fliegen mit einem max. 750 kg schweren, einmotorigen, zweisitzigen Flugzeug.
  • Darauf aufbauend kann durch 5 Flugstunden das Rating für einmotorige, viersitzige Flugzeuge bis 2000 kg MTOW erworben werden.
  • Durch eine Zusatzausbildung (CVFR) lässt sich dieser Schein in die PPL-A nach JAR-FCL - den europäischen Privatpilotenschein - umschreiben, dessen direkter Erwerb ebenfalls möglich, aber etwas aufwändiger ist.
  • Für das private Fliegen mit Helikoptern benötigt man die PPL-H Lizenz.

Weitere Fluglizenzen

Weitere Fluglizenzen sind die SPL (Sportpilotenlizenz), die zum Führen von Luftsportgeräten, wie zum Beispiel Ultraleichtflugzeugen, in Deutschland berechtigt, sowie die international gültige GPL (Glider Pilot Licence = Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer = Segelflugschein). Beim "Umstieg" von einer Lizenz auf eine andere gelten meist erhebliche Erleichterungen: Beispielsweise kann die PPL-N basierend auf der SPL durch nur 5 Stunden Flugzeit und eine praktische Prüfung erworben werden.

Zusatzberechtigungen

Für PPL, SPL und GPL kann man zahllose Zusatzberechtigungen erwerben. So z.B. für:

  • Kunstflug
  • kontrollierten Sichtflug (CVFR, nur für "alte" PPL-A/B)
  • Nachtflug
  • Flugzeugschleppstart
  • Fang- oder Bannerschlepp
  • die Lehrberechtigung
  • sowie die Instrumentenflugberechtigung IFR.

Ausserdem gibt es Musterberechtigungen (Typeratings) für Flugzeuge mit mehr als 2 t MTOW, mit mehr als einem Triebwerk oder mit Turbinenantrieb. Allerdings bauen diese Berechtigungen teilweise auf unterschiedliche Lizenzen auf, können also nicht unbedingt mit jeder der zuvor genannten Lizenzen erworben werden.

Gewerbliche Nutzung

Für Fotoflüge, als Fluglehrer und als Flugzeugschlepper darf die PPL auch beruflich genutzt werden. Weiterhin erlaubt die deutsche PPL - im Gegensatz zur amerikanischen FAA-Lizenz - Selbstkostenflüge ohne Eigenbeteiligung des Piloten.

Darüber hinaus ist für die gewerbliche Personen- und Gepäckbeförderung der Erwerb einer Berufspilotenlizenz, z.B. der CPL (Comercial Pilot Licence) oder der ATPL (Airline Transport Pilot Licence) erforderlich.

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Erzeugt Mittwoch, 2. November 2005
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Geändert Mittwoch, 2. November 2005