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Die Flugsicherung

Radarschirm der Flugsicherung 
(Klick: Zoom)

Die Flugsicherung koordiniert den Verkehr am Boden und in der Luft. Die Luftstrassen sind in Bereiche unterteilt. Für jeden Bereich ist ein anderer Lotse oder ein anderes Flugsicherungszentrum zuständig.

Jede Flugsicherungsbereich hat seine eigene Funkfrequenz, welche aus den Flugkarten entnommen werden können. Im Simulator muss man die Frequenzen nicht von Hand eingeben. Man wählt in einem Menü, mit wem man sprechen will und der Simulator stellt automatisch die entsprechende Frequenz ein.

Während des ganzen Fluges, beginnend am Gate in Genf bis zum Parkplatz in Zürich, wird man von Bereich zu Bereich der Flugsicherung weiter gegeben. Die Flugsicherung gibt Informationen und Anweisungen, wie Höhe, Kurs und Geschwindigkeit, die vom Piloten befolgt werden müssen, damit ein bestimmter Abstand zwischen den Flugzeugen eingehalten wird.

Als erstes melden wir uns bei der Flugsicherung Genf-Boden und holen die Freigabe für diesen Flug ein. Dazu müssen wir die Frequenz der Bodenstation am Funkgerät einstellen. Sogleich hört man den Funkverkehr der Lotsen mit anderen Flugzeugen. Wir warten, bis die laufende Durchsage beendet ist und melden uns dann:

Genf Boden, Orbit 1123 bereit zum Mithören der IFR-Freigabe für Zürich.

Die Funksprüche folgen strengen Regeln, sogenannten Protokollen. Zunächst sagt man, mit wem man sprechen will, hier mit Genf Bodenstation. Dann sagt man, wer spricht: wir sind Flug Orbit 1-1-2-3 (Zahlen einzeln sprechen). Wir fordern die Freigabe für den eingereichten Flugplan nach Zürich an. IFR bedeutet: Flug nach Instrumenten (im Gegensatz zu VFR = Sichtflug). Grossraumflugzeuge fliegen immer nach IFR. Die Bodenstation melden nun:

Orbit 1123, freigegeben für Flugplan Zürich wie eingereicht. Fliegen sie Richtung Startbahn, steigen sie und halten sie FL 190. Abflugfrequenz ist 120.3, Squawk 0234.

Die Bodenstation gibt uns die Anweisung, zur Startbahn zu rollen. Wenn der Flugplatz mehrere Pisten hat, gibt es genauere Angaben (zum Beispiel Startbahn 16, das ist die Piste in Richtung 160 Grad, wobei 360 Grad Norden ist). Wir sollen dann bis in eine Höhe von 19'000 Fuss fliegen und diese Höhe halten (FL 190 = Flight Level 190 = Flughöhe 19'000 Fuss). Diese Höhe werden wird nachher im Autopiloten einstellen.

Die Funkfrequenz für den Lotsen, welcher für den Abflug zuständig ist, ist 120.3 (gesprochen 1-2-0-Punkt-3). Die ID für den Transponder (Squawk) ist 0234. Der Transponder ist ein Funkgerät, welches dem Radar eine Nummer sendet, in unserem Fall die Nummer 0234. Aufgrund dieser Nummer werden auf dem Bildschirm des Lotsen unsere Flugdaten eingeblendet. So sieht der Lotse nicht nur Punkte auf dem Radar, sondern weiss immer, mit welchem Punkt (Flugzeug) er gerade spricht, wo sich dieses Flugzeug befindet, in welcher Richtung und mit welcher Höhe es fliegt und wie schnell es ist.

Wir bestätigen die Angaben, indem wir wiederholen, damit der Lotse die Kontrolle hat, dass alles korrekt verstanden wurde:

Orbit 1123, Freigabe für Flughafen Zürich wie eingereicht. Fliege Richtung Startbahn, steige und halte FL 190. Abflugfrequenz ist 120.3, Squawk 0234.
Orbit 1123, Wiederholung ist korrekt. Rufen sie Boden auf 118.7, wenn bereit zum Rollen. Schönen Tag noch.

Der Lotse gibt uns die neue Funkfrequenz 118.7, auf der wir uns melden sollen, sobald wir bereit sind, zur Startbahn zu rollen. Zunächst müssen wir jedoch unseren Autopiloten programmieren:

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Erzeugt Mittwoch, 11. November 2009
von wabis
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Geändert Freitag, 10. Januar 2014
von wabis