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Startvorbereitung

Flugkarten

Vor dem Start steht die Flugvorbereitung. Es muss die Flugstrecke festgelegt und bei der Flugsicherung eingereicht werden. Man bekommt eine Flugnummer und eine Flughöhe zugewiesen.

Zur Navigation kann man im Simulator entweder GPS (Global Positioning System = Satellitennavigation) oder VOR verwenden. Bei VOR fliegt man von Funkstation zu Funkstation, immer etwas im Zick-Zack. Mit GPS kann man den direktesten, kürzesten Weg fliegen. Wir fliegen diesmal mit GPS.

Der Flugplan

In einem echten Airliner wird der Flugplan ins FMS (Flight Management System) einprogrammiert und wird dann im Navigations-Display angezeigt. Dort sieht man dann immer schön, wo sich das Flugzeug gerade befindet. Der Autopilot fliegt im NAV-Mode (Navigation-Mode) diesem Flugplan nach.

Ein Flugplan von Genf (LSGG) nach Zürich (LSZH) sieht beispielsweise wiefolgt aus (erstellt mit dem RouteFinder von Davide Giacopello):

Cruise altitude between FL210 and FL330
LSGG (0.0nm) -SID-> MOLUS (26.7nm) -UN871-> SOSAL (37.6nm) -UN871->
TELNO (58.0nm) -UN871-> KORED (65.6nm) -UN871-> KONOL (79.5nm) -UN871->
BERSU (93.1nm) -STAR-> LSZH (124.5nm)

Ins FMS muss nicht jeder Punkt einzeln eingegeben werden, sondern es genügen die folgenden Eingaben:

LSGG SID MOLUS UN871 BERSU STAR LSZH

Alle Fixpunkte von MOLUS entlang der Luftstrasse UN871 bis zum Fixpunkt BERSU werden automatisch aus der Datenbank des FMS in den Flugweg eingefügt.

GPS-Navigation

Im Simulator wird der Flugweg mit der GPS-Navigation sehr ähnlich simuliert. Das GPS-Display übernimmt die Rolle des NAV-Dispays. Das Flugzeug fliegt der im GPS-Display angezeigten Route nach, wenn der Schalter NAV/GPS links vom Autopilot-Panel auf GPS steht. Diesen Schalter gibt es im echten Flugzeug nicht.

Los gehts

Am Gate 11 in Genf 
(Klick: Zoom)

Wir befinden uns in Genf Cointrin, 17:55. Unser Flugzeug ist bei Gate 11 geparkt. Nachdem wir eingestiegen sind, schliessen wir die Türe und nehmen im Cockpit Platz.

Als erstes schalten wir die Instrumente ein. Dazu müssen wir im Simulator die Triebwerke starten. In echten Flugzeugen ist das nicht nötig, da dem Flugzeug über ein Kabel Strom zugeführt wird. Um aussen anzuzeigen, dass die Triebwerke gestartet werden, wird der Beacon (BCN) eingeschaltet (Schalter oben am Bildschirm). Der Beacon ist ein rotes Blitzlicht oben und unten am Flugzeugrumpf. Zum Starten der Triebwerke müssen wir zuerst die Treibstoffzufuhr einschalten und dann den Anlasser von OFF auf START schalten, bis die Triebwerke auf Touren kommen. Danach stellen wir den Anlasser auf GEN.

In einer echten 737 ist das Anlassen der Triebwerke komplizierter. Die Triebwerke werden mit Hilfe der APU (ein Hilfstriebwerk, das nur Strom und Pressluft erzeugt) gestartet. Zuvor wird die Klimaanlage ausgeschaltet, damit diese nicht die benötigte Leistung für das Anlassen der Triebwerke abzweigt. Die Triebwerke werden beim Zurückstossen vom Gate angelassen, meist beginnend von links nach rechts. Die Piloten müssen vom Boden die Berechtigung für das Anlassen und den Pushback einholen und geben die Anweisung für den Pushback per Intercom an den Mann weiter, der beim Vorderrad steht und per Kopfhörer mit dem Piloten verbunden ist. Dieser Mann schaut, dass keine Hindernisse in der Nähe der Triebwerke sind und gibt dann dem Piloten während des Pushback das Ok zum Anlassen der Triebwerke.

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Erzeugt Mittwoch, 11. November 2009
von wabis
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Geändert Mittwoch, 28. November 2012
von wabis