WaBis

walter.bislins.ch

Etwas über den Steindruck auf der Handpresse

Die Technik des Steindruckens, besser bekannt unter dem Namen Lithographie (Litho heisst griechisch Stein), wurde im 18. Jahrhundert vom Deutschen Senefelder entwickelt. Noch zu Anfang dieses Jahrhunderts wurden Plakate, Etiketten und Landkarten auf diese Weise gedruckt.

Das Originalbild wird in die verschiedenen Farbflächen aufgeteilt. Diese werden Seitenverkehrt auf die geschliffenen Steinplatten übertragen und mit Fettstift gezeichnet; für jede Farbe eine eigene Platte. Die erste Platte wird chemisch so behandelt, dass die gezeichneten Flächen die fette Druckfarbe annehmen. Während des Druckens wird die Platte immer leicht feucht gehalten. Dies bewirkt, dass um die gezeichneten Flächen herum die Druckfarbe beim Einwalzen abgestossen wird. Das Papier wird nun auf den eingefärbten Stein gelegt und unter der Presse auf diesen gedrückt. Dieser Arbeitsvorgang wird für jede weitere Farbe wiederholt.

Das Zeichnen der einzelnen Steine und das Ablegen der Blätter erfordern grosse Präzision, da sonst die verschiedenen Farbflächen gegeneinander verschoben geraten.

Wenn eine Auflage fertig gedruckt ist, werden die Steinplatten abgeschliffen und können für neue Motive weiter verwendet werden.

Text Fredi Brändli, 1996 Watt

 Lithographien Fredi Brändli

Weitere Informationen

Weitere Infos zur Seite
Erzeugt Mittwoch, 21. April 2010
von wabis
Zum Seitenanfang
Geändert Montag, 18. Juli 2016
von wabis