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Pfüdi wird operiert

ZoomOkt.2004: Pfüdi mit einer langen Narbe am Bauch

Beth kam gerade aus den Ferien zurück, mit mir und Pfüdi war alles gut gelaufen. Doch an diesem Abend benahm sich Pfüdi plötzlich seltsam. Er ging immer wieder aufs Katzenklo und was er da hinterliess war sehr bedenklich. Nach Verrichtung der Notdurft setzte er sich mit seinem Hinterteil auf den Teppich und rutschte so auf dem Teppich umher, eine gelb-braune Spur hinter sich herziehend. Als wir genauer nachschauten, was da los ist, stellten wir fest, dass ein 10-15cm langes Stück Schnur aus seinem Anus heraus schaute. Beth versuchte es vorsichtig heraus zu ziehen, aber Pfüdi schrie laut auf. Dann hat sie die Schnur einfach mit der Schere abgeschnitten.

Am nächsten Tag ging es Pfüdi gar nicht gut. War er doch bisher immer unbändig und voller Tatendrang, lag er nur noch teilnahmslos herum und frass nichts mehr. Ein sicheres Zeichen, dass er krank war. Dann stellte Beth auch noch fest, dass auf dem Balkon ein Abfallsack aufgerissen war und ein Poulet-Sack mit Knochen daraus herausgefischt worden war. Wir mussten also annehmen, dass Pfüdi neben der Schnur auch noch verdorbene Waren oder vielleicht sogar einen Knochen verschluckt hatte. Schnell brachte Beth unseren Pfüdi zum Tierarzt. Der meinte, um sicher zu gehen, müsse man ihn aufschneiden und nachsehen, was er verschluckt habe. Wir bangten um unseren Pfüdi und gaben unser Einverständnis zur Operation. Zum Glück fand der Arzt bei der Operation nichts mehr, was hätte ein Problem werden können. Ausser den Überresten eines Stück Knochens und einer Schnur war nichts Aussergewöhnliches oder etwas Identifizierbares zu finden.

Pfüdi sollte eigentlich nach dieser Operation noch ein paar Tage an der Infusion im Tierspital bleiben. Aber noch am selben Abend bat uns der Tierarzt, wir sollen ihn abholen kommen. Er turne wie wild im Käfig umher und mache einen Lärm, dass die anderen Tiere keine Ruhe fänden. Wir holten ihn also wieder zu uns nach Hause. Pfüdi war am Bauch und an den Vorderpfoten rasiert. Er hatte eine lange Narbe am Bauch, die mit fast 20 Stichen zugenäht war. An den Pfoten hatte es Einstichstellen von den Infusionen. Er war sichtlich froh, wieder zu Hause zu sein (siehe Bild).

In einem Begleitbrief des Tierarztes stand drin, worauf wir die nächsten Tage unbedingt zu achten hätten: Er dürfe nicht aufs mit Sand gefüllte Katzenklo (wegen Infektionsgefahr) und nicht auf Möbel rauf oder runter springen (wegen der Narbe). Ja schön, wir werden es ihr ausrichten! Wir hatten keine Chance. Die Katze machte, was sie immer tat. Zum Glück war die Narbe gut vernäht und Pfüdi schien überhaupt keine Schmerzen zu verspüren. Auch die Antibiotika verschlang sie mit dem Essen, als gehörten sie dazu. Naja, dass sie wieder ass war ja ein gutes Zeichen. Jedenfalls verheilte die Wunde sehr schnell. Nach einer Woche konnten schon die Fäden gezogen werden und nach einem Monat sah man nichts mehr und das Fell war auch schon wieder zum grossen Teil nachgewachsen.

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Erzeugt Freitag, 16. September 2005
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Geändert Freitag, 4. Mai 2012
von wabis