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Making of

Ich hoffe, dir haben diese Schiebebildchen auch Spass gemacht. Vielleicht interessiert es dich, wie ich das gemacht habe?

Was man dazu braucht, sind Programmierkenntnisse in Javascript und HTML, sowie einige Fertigkeit im Umgang mit einem Grafikprogramm. Die Grundlage der Animationen bildet das von mir entwickelte Animations-Programm, welches ich jedermann kostenlos zur Verfügung stelle.

Zuerst hab ich die Bilder digitalisiert. Dazu kann man einen Scanner nehmen, oder sie einfach mit einer Digitalkamera abfotografieren. Ich habe dazu von jedem Bild mehrere Aufnahmen hemacht und dabei die Schieber in verschiedenen Stellungen aufgenommen. Dann hab ich die Bilder in den PC geladen.

Die Schiebebilder sind aus verschiedenen Ebenen aufgebaut. Die beweglichen Teile schiebt man so zwischen oder hinter fixen Ebenen hin und her. Im Wesentlichen geht es darum, diese Ebenen mit einem Grafikprogramm als einzelne Bilder zu rekonstruieren. Als Bildformat kommt eigentlich nur GIF in Frage (allenfalls noch PNG), weil die Bilder komplizierte Konturen haben und nicht nur einfach rechteckig sind. GIF-Bildchen können beliebige Konturen haben, aber leider muss man sich auf maximal 256 Farben beschränken. Dies war hier keine Einschränkung, da es sich sowieso um schwarz/weiss Bilder handelt.

Im ersten Schritt habe ich mit einem Grafikprogramm (CorelDraw 9) aus den verschiedenen Einzelbildern einer Szene jeweils ein Bild zusammen gesetzt, das nur die unbeweglichen Teile enthält. Da bewegliche Teile oft diese Teile verdecken, musste ich die entsprechenden Stellen aus anderen Aufnahmen hineinkopieren, bzw. hineinretuschieren.

Im nächsten Schritt musste ich die beweglichen Teile aus den Bildern ausschneiden und als separate Bildchen abspeichern. Drehungen sind leider mit Bildern auf Webseiten nicht möglich, sodass ich einfach 3-4 Bildchen mit verschiedenen Stellungen erstellt habe. Schliesslich habe ich jede Ebene aus dem Fix-Bild mit dem Grafikprogramm ausgeschnitten und jeweils als separates Bild gespeichert.

Unten siehst du alle Einzelbilder, welche bei der Animation Gentleman im Park Verwendung finden:

Zuhinterst, hinter dem grossen Bild, wird der Kopf des Gentlemen platziert und zwar so, das eines der beiden Gesichter genau durch das Loch im grossen Bild guckt. Auf dem grossen Bild sieht man sehr schön, dass die Hand mit dem Hut und mit dem Stock wegretuschiert sind, weil diese ja auf einer separaten Ebene bei der Animation wieder in verschiedenen Stellungen eingeblendet werden. Vor das grosse Bild kommen die verschiedenen Stellungen der beiden Arme des Mannes und zu forderst schliesslich nochmals die Dame, welche die beweglichen Arme des Mannes teilweise wieder verdecken wird. Schliesslich kommt noch der Schieber selbst ganz hinten zum Bild.

Nun liegen also alle Bilder für eine Animation bereit. Sie müssen nur noch auf die gewünschte Grösse skaliert werden. Dann beginnt die Programmierarbeit. Mit meinem Animationsprogramm kann ich festlegen, wann welches Teilbild wo auf der Bühne erscheinen soll und wie es sich bewegen soll. Ich programmiere also quasi ein kleines Drehbuch. Das ist dann schon alles.

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Erzeugt Mittwoch, 9. April 2008
von wabis
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Geändert Donnerstag, 5. September 2013
von wabis