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Fotografieren

Ich fotografiere gerne. Leider bin ich sehr selten ausser Haus, aber wenn, dann ist meine Kamera immer dabei. Ich bemühe mich, Bilder bewusst und interessant zu gestalten, damit sie sich deutlich von den «schnellen Knipsern» abheben.

Ich nutze die technischen Möglichkeiten meiner Kamera bis zum Anschlag aus und wünsche mir für die Zukunft vor allem, dass die Lichtempfindlichkeit der Bildsensoren drastisch erhöht werden kann damit das Signal-/Rausch-Verhältnis entscheindend verbessert wird. Dann könnte man endlich auch bei schwachem Licht noch unverrauschte und unverwackelte Aufnahmen ohne Stativ mache.

Kamera Sony DSC-F828

Sony DSC-F828 
(Klick: Zoom)

Ich benutze seit Januar 2004 die nebenstehende Digitalkamera Sony DSC-F828 für meine Bilder. Ich hatte vorher schon eine Sony Digitalkamera (DSC-707), eine vorläuferin der F282. Was ich an beiden Modellen sehr schätze, ist die Handlichkeit. Bei beiden Kameras kann man den Körper mit der Anzeige und den Bedienelementen nach unten und oben drehen, sodass man aus jeder Lage bequem die Kamera bedienen kann. Was ich an der alten Kamera bemängelte (zu kurze Akkulaufzeit, zu langsame Auslösung) ist bei der neuen wesentlich verbessert worden. Wobei die Auslöseverzögerung (ca. 0.3-0.6 sek.) ruhig noch schneller werden dürfte. Die F282 kann gegenüber der 707 praktisch in allen Bereichen Verbesserungen aufweisen, ist allerdings auch deutlich schwerer geworden. Dafür liegt sie aber noch besser in der Hand.

Obwohl die Kamera 8 MPixel (MPixel = Mega Pixel = Millionen Bildpunkte) hat, mache ich die meisten Aufnahmen nur in einer Auflösung von 3-5 MPixel. Dies reicht mir für die allermeisten Fälle völlig aus. Meine alte Sony hatte «nur» 2 MPixel und das reichte damals auch schon. Zum Vergleich: Ein heutiger Fernseher hat eine Auflösung von 0.4 MPixel (720x576), durschschnittliche Computer-Bildschirme haben 0.7 (1024x768) bis 1.3 MPixel (1280x1024). Für Ausdrucke auf Fotopapier in einer Grösse von 15x11 cm2 reichen 1-2 MPixel ebenfalls bestens aus.

8 MPixel zu haben ist dann von Vorteil, wenn einem das eingebaute 7-Fach optische Zoom nicht reicht (Brennweite 28-200 mm entspr. Kleinbildformat) oder wenn man Poster drucken will. So kann ich noch ein DigitalZoom hinzuschalten, ohne einen Qualitätsverlust durch Interpolieren hinnehmen zu müssen, wie er bei billigen Kameras unvermeidbar ist. Die Reserve an Bildpunkten ist ebenfalls nützlich, wenn die Beleuchtung schwach ist. Dann kommt es bei Digitalkameras zu deutlichem Rauschen der Bildpunkte. Wenn man nicht die volle Auflösung des Chips ausnutzt, kann er mehrere Chip-Punkte zu einem Bildpunkt mitteln, wodurch das Rauschen etwas kleiner wird.

Speicher

Heute (2004) sind 4 Speicherformate verbreitet bei Digitalkameras und es gibt sie in Kapazitäten bis zu einigen GB (Giga Bytes = Milliarden Bytes), ausreichend je nach Bildauflösung für einige 100-1'000 Bilder pro Karte. Die F282 kann gleich zwei Speicherformate aufnehmen, den Sony Memory-Stick und die Compact-Flash Karte, welche es auch als Micro-Drive (kleine Festplatte) gibt. Ich habe mir eine 1 GB Compact-Flash Karte geleistet, welche mir weit über 500 Aufnahmen in 3 MPixel Auflösung und JPG-Komprimierung ermöglicht.

Den teureren Memory-Stick Pro sollte man sich leisten, wenn man gerne hochwertige Videos mit der Kamera macht. Ja, auch das ist möglich! In der besten Auflösung von 640x480 Pixel kann man 30 Bildern/s aufzeichnen, solange wie der Speicher reicht (bei 1 GB grob 15-30 Minuten mit Ton). Der Memory-Stick pro ist etwas schneller als die Compakt-Flash Karte, bei welcher es nur für 15 Bilder/s bei 640x480 Pixeln reicht, dafür aber doppelt so lange.

Tipps

Bei guter Beleuchtung liefert die Kamera excellente Bilder. Aber schon bei Dämmerung sollte man immer ein gutes Stativ dabei haben, weil sonst die Aufnahmen schnell verwackeln, insbesondere, wenn man zoomed. Je mehr man nämlich etwas heran zoomed, desto weniger Licht wird aufgenommen, weil ja der sichtbare Ausschnitt kleiner ist, als bei der Tele-Einstellung, wo mehr Fläche, also mehr Licht aufgenommen wird.

Die Kamera ist zu schade (und zu teuer) für den Gelegenheits-Fotografen. Man sollte sich gerne mit der Technik befassen, sonst wird man vom Ergebnis der Bilder möglicherweise oft enttäuscht sein. Weiss man jedoch einige Grundlegende Dinge über Belichtung, Brennweite und Tiefenschärfe und weiss, was die Kamera alles kann und was nicht, gelingen spitzenmässige Bilder.

Aber das Wichtigste ist der Blick für das Motif. Selbst die beste Kamera macht aus einem schlechten Motif kein gutes Bild. Da macht Übung den Meister. Ich achte zum Beispiel darauf, dass die Bilder Kontraste verschiedenster Art enthalten. Zum Beispiel hell/dunkel, scharf/unscharf, farbig/uni, weich/rau usw.

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Erzeugt Freitag, 20. Juni 2008
von wabis
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Geändert Samstag, 14. April 2012
von wabis