Siehe Deriving Equations for Atmospheric Refraction, um zu erfahren, wie die terrestrische atmosphärische Refraktion aus grundlegenden physikalischen Gesetzen hergeleitet werden kann und wie die Gleichungen und Konstanten abgeleitet werden, die in Formeln zur Berechnung der Refraktion verwendet werden.
Siehe Method to calculate the Radius of the Earth from 3 Points um zu erfahren wie die App zur Visualisierung der GNSS-Daten den Erdradius anhand von 3 GPS-Vektoren berechnet.
Siehe WGS84 Koordinatensystem um zu erfahren wie Vektoren zwischen kartesischen ECEF-Koordinaten und geodätischen Ellipsoid-Koordinaten transformiert werden können.
Das Dreieck c, b, R ist ein rechtwinkliges Dreieck. Wir können c mithilfe von Trigonometrie berechnen:
| (1) |
Aus der Distanz d lässt sich der Winkel φ berechnen:
| (2) |
Die zur horizontalen Tangente verlängerte Linie c ist auch R. x ist also die Differenz R − c:
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| (4) |
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genau | |||||||||
| (5) |
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gute Näherung if d ≪ R | |||||||||
| wobei' |
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Approximation: Wir können die Taylor-Reihe der Kosinusfunktion bis zum quadratischen Term cos(φ) ≈ 1 − φ2/2 verwenden, um eine Approximation für kleine Winkel zu erhalten:
| (6) |
Wenn wir Meilen für d und 8 Zoll/Meilen2 für 1/2R verwenden, erhalten wir die berühmte Näherungsformel "8 Zoll pro Quadratmeilen" (8 inches per miles squared).
Der Abfall x ist h + c. Die blaue strichlierte Linie ist eine Symmetrielinie. Wir können also auch die Höhe h auf der rechten Seite finden, indem wir die Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks mit Winkel φ bilden. Mit Trigonometrie finden wir c = h · cos(φ). Also haben wir:
| (7) |
Wir haben noch ein weiteres rechtwinkliges Dreieck mit dem Winkel φ: R+h, b, R. In diesem Dreieck ist R = (R+h) · cos(φ). Wir können also nach (/$cos(φ)/ auflösen:
| (8) |
und den Kosinus von (7) ersetzen:
| (9) |
| (10) |
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genau | |||||||||
| (11) |
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gute Näherung wenn h ≪ R | |||||||||
| wobei' |
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Approximation: wenn h ≪ R können wir die Approximation R + h ≈ R anwenden:
| (12) |
Den Fallwinkel φ finden wir auch an der nicht sichtbaren Ecke des rechtwinkligen Dreiecks R+h, b, R. Der Kosinus dieses Dreiecks ist:
| (13) |
Auflösen nach φ ergibt:
| (14) |
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genau | |||||||||
| (15) |
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gute Näherung wenn h ≪ R | |||||||||
| wobei' |
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Approximation: Der Winkel φ kann auch durch eine asin-Funktion ausgedrückt werden, wenn wir die dritte Seite b des Dreiecks verwenden, welche ist b = √ (R + h)2 − R2. Das heisst φ = asin( b / (R+h) ). Die asin-Funktion kann angenähert werden zu asin(φ) ≈ φ für kleine Winkel φ, und R + h ≈ R für h ≪ R, sodass wir mehrere Vereinfachungen vornehmen können, ohne viel Genauigkeit zu verlieren:
| (16) | |
| (17) |
Der Winkel φ = d/R ist einer der Winkel des rechtwinkligen Dreiecks R+hO, R+hT+x, b. Der Kosinus dieses Winkels ist das benachbarte R+hO geteilt durch die Hypotenuse R+hT+x:
| (18) |
Wir können nach dem Nenner auflösen, der unsere Unbekannte x enthält:
| (19) |
Und auflösen nach x ergibt:
| (20) |
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| wobei' |
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Beachte, für kleine Winkel φ, d.h. wenn hO ≪ R und hT ≪ R, dann ist y ≈ x. y ist die Ankathete eines ähnlichen rechtwinkligen Dreiecks mit der Hypotenuse x. Wir können also den genauen Wert für y erhalten, indem wir (20) mit (/$cos(d/R)/ multiplizieren):
| (21) |
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| wobei' |
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| (22) |
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genau | |||||||||
| (23) |
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gute Näherung wenn s ≪ d | |||||||||
| wobei' |
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Approximation: Für kleine Winkel φ können wir approximieren atan(φ) ≈ φ. Der Winkel φ ist klein, wenn s ≪ d. In diesem Fall erhalten wir:
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Die magenta Linie ist die direkte Sichtlinie des Beobachters zu einem Ziel. Der orangefarbene Bogen ist der entsprechende gebogene Lichtstrahl mit Krümmungsradius r. Der Refraktionswinkel ist ρ.
Wir haben ein rechtwinkliges Dreieck r, d/2, b mit einem Winkel ρ. Wir können Trigonometrie anwenden, um den Sinus von ρ zu berechnen:
| (25) |
Die Krümmung 1/r des Lichtstrahls ist definiert durch den Refraktions-Koeffizienten:
| (26) |
Wir erhalten also:
| (27) |
Für kleine Winkel ρ, d.h. wenn d ≪ R, können wir sin(ρ) ≈ ρ approximieren und unter Anwendung der Gleichung für Winkelgrösse können wir die scheinbare Anhebung l aufgrund der Refraktion berechnen:
| (28) |
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| (29) |
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| wobei' |
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Wir können Pythagoras auf das rechtwinklige Dreieck R+h, d, R anwenden, um unsere Unbekannte zu erhalten:
| (30) |
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genau | |||||||||
| (31) |
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gute Näherung wenn h ≪ R | |||||||||
| wobei' |
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Approximation: Wir können approximieren (R+h)2 − R2 ≈ 2·R·h falls h ≪ R:
| (32) |
Der Ausdruck 2·R·h ist viel grösser als h2 wenn h ≪ R. Also können wir h2 vernachlässigen.